Das Parkinson’sche Prinzip

By Nadya Bujnowski | Allgemein

Wie wir uns selbst zum Schwitzen bzw. Zittern bringen

Ich habe erst vor einigen Monaten von diesem Prinzip erfahren. Halt, falsch, ich habe vor einigen Monaten erst erfahren, dass es für dieses, mir sehr bekannte Verhalten, einen Namen und ein Prinzip gibt ;)!

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Kennt ihr das auch? Projekte oder Aufgaben stehen an, wir freuen uns mal mehr mal weniger drauf loszulegen. Da die Deadline jedoch noch Zeit hergibt, können wir es noch etwas ruhig angehen lassen.

Aber dann: Booooom - die Deadline... 

...steht da vor der Tür und klopft. Immer lauter, immer öfter, immer heftiger! So stark, dass wir fast schon zum Zittern beginnen.

Was dann passiert, kennt ihr sicherlich auch:

Das Parkinson'sche Prinzip...

...hat zugeschlagen - unser Körper ist voller Adrenalin und verpührt einen unglaublichen Druck und eine Power, diese Aufgabe nun noch vor Ablauf der Frist zu erledigen.

Auffällig ist, wie diese Situation uns plötzlich einen Fokus und eine Konzentration verschafft, die sogar vielen Ablenkungen knallhart trotzt und uns komplett in diese eine Sache vertiefen lässt.

Dabei sind folgende Beobachtungen echt spannend:

a) Wahnsinn, wie stark wir uns konzentrieren und fokussieren können und wie gut sich das anfühlt

b) Erstaunlich, wie selten wir in einem solchen Flow und tiefer Konzentration sind, wenn wir uns NICHT bereits im Begriff des Parkinson'schen Prinzips befinden

c) Absolut interessant, welche Ergebnisse wir fähig sind zustande zu bringen und das sogar in einer enorm kurzen Zeit

Klingt nach einer super Methode, oder?

Eigentlich klingt es ja schon fast zu verlockend:

wir fangen erst kurz vor der Deadline mit unseren Aufgaben an, somit haben wir direkt erstmal mehr Zeit für uns und andere Dinge in der Arbeit gewonnen. 

Außerdem können wir uns beweisen, dass wir Aufgaben in sehr kurzer Zeit schaffen und uns darauf verlassen.

Aber Vorsicht:

Diese Art mit uns und unserem Körper umzugehen ist gesundheitsgefährdend. Weil wir uns während dem Parkinson'schen Prinzip einem enormen Stress aussetzen. 

Des weiteren sind wir absolut nicht fähig ad-hoc Aufgaben und andere, ungeplante Aufgaben zu meistern. Wir haben dazu dann definitiv absolut keine Zeit.

Und dann ist da auch immer noch der Gedanke >> was, wenn ich es doch nicht mehr schaffe<<... das würde unserem Selbstwertgefühl einfach nicht gut tun.

Viel schlimmer aber ist, dass wir natürlich unserem Vorgesetzten gegenüber damit die eher schlechte Seite von uns gezeigt haben. Das müssen dann beide ausbaden. Vermutlich nicht so schön.

Fazit

Das Parkinson'sche Prinzip ist zwar gut, denn sonst würden wir äußert selten auch in knapper Zeit Ziele erreichen. Aber es ist definitiv keine zu empfehlende Strategie, die per Default gesetzt werden sollte.

Wer dennoch einmal zu viel davon abbekommen hat, bzw. generell viel stress aufgebaut hat, der kann sich jetzt glücklich schätzen und unseren bewährten Methoden folgen, um den Stress tatsächlich gesundheitsfördernd und schnell abzubauen!

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About the Author

Ich bin gern mit Menschen in Kontakt, kommuniziere und diskutiere gerne. Die Eigenschaften 'Hilfsbereitschaft' und ein 'Hang zum Verrückt sein' charakterisieren mich ganz gut. Neben meinem Beruf schließe ich gerade meinen MBA ab. Ehrgeizig und offen für neue Herausforderungen bin ich demnach auch, allerdings nicht immer. Denn auch meine Motivation und Produktivität stellen nicht immer einen exponentiellen Graphen dar. Genau deshalb beschäftige ich mich aber so gern mit diesen Themen und teile Erfahrungen, Wissen und Tipps mit allen die das auch wollen :)

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