Wird mit meiner erfassten Arbeitszeit vertrauensvoll umgegangen?

By Nadya Bujnowski | Allgemein

Vertrauen und Zeiterfassung

Das ist wohl eine der Fragen über die wir sehr häufig und regelmäßig grübeln. Ob wir nun erst vor kurzem mit der Arbeitszeiterfassung begonnen haben oder wir es gar nicht anders kennen. Gehen Arbeitgeber vertrauensvoll mit meinen erfassten Zeiten um? Was sollte ich erwarten können, was nicht?

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An sich ist das Thema nichts Neues. Aber es beschäftigt nun so gut wie alle täglich. Warum eigentlich?

Arbeitszeiterfassung polarisiert

In den meisten sozialen Netzwerken wird dieses Thema immer wieder heiß diskutiert. Viele Leute sind bereits genervt und wollen einfach nichts mehr davon hören. Die Zeiterfassung ist ein heißes Eisen geworden.

Meine Beobachtungen verraten mir dass sehr viele Angst haben mittels der Aufzeichnungen von Zeiterfassungen in ihrer Leistung bewertet zu werden. Nach dem Motto: wer mehr Stunden schiebt & länger anwesend ist ist fleißig und leistet viel und vice versa.

Aber niemand sollte nur aufgrund von der Anzahl an Arbeitsstunden bewertet werden. 

Wenn sowas aber geschieht und dies für Betroffene transparent wird, schwindet zum einen das Vertrauen zum Arbeitgeber. Viel trauriger ist aber, dass diese Mitarbeiter "falsch" erzogen bzw. falsch konditioniert werden.

Dann heißt es ganz schnell "je mehr du arbeitest desto besser", "mehr Stunden = besserer Mitarbeiter". Jeder Unternehmer der darüber eine Minute nachdenkt merkt eigentlich in welche kontraproduktive Richtung eine solche Einstellung für ihn laufen kann.

Nämlich zu extrem vielen Stunden (Überstunden z.B.) die die Mitarbeiter bezahlt oder frei haben wollen. Es entstehen Kostenpunkte. Gleichzeitig sagt die Anzahl der Stunden nur leider nichts darüber aus wie wertvoll diese fürs Unternehmen und den Mitarbeiter wirklich waren.

Wenn man nämlich unproduktiv arbeitet hat der Arbeitgeber herzlich wenig davon dass seine Mitarbeiter unbedingt viele Stunden (=viele Kosten) erreichen wollen.

Und auch für die Mitarbeiter ist das eine Sackgasse. Wer ist schon gern abends erschöpft und hat trotzdem nicht viel produktives geschafft?

Arbeitszeit als Orientierung, Richtungsweisung & Einhaltung der Gesetzeslage

Vielleicht kommt die falsche Assoziation von Zeit mit Leistungsbewertung durch den Sport?! Wenn im Sprint z.B. die Zeit genommen wird, dann ist das gleichzeitig eine Bewertung der Leistung. Weil hier geht es ja darum so gut trainiert zu sein um der/die schnellste Läufer/in zu sein. 

Gegenbeispiel aus dem Sport - eine gute Metapher finde ich:

Beim Golfen ist es doch zum Beispiel irrelevant wie lang du für deinen Schlag brauchst. Das einzige was zählt ist wie viele du brauchst bis du einlochst. 

Um Leistungen zu bewerten und zu vergleichen sollten also passende KPI's und Metriken verwendet werden. Im Kundenservice sagt die Länge des Telefongesprächs nichts darüber aus wie zufrieden der Kunde also wie gut deine Leistung war. Manchmal geht es schneller, ein anderes Mal braucht es mehr Zeit. 

Aber was zählen sollte ist das Ergebnis. 

Die Zeit zu nehmen ist aber eine Art der Orientierungshilfe. Wir können nur an uns arbeiten, wenn wir wissen wo wir stehen. Wenn wir für bestimmte Themen sehr lang brauchen, es aber gar nicht so eingeschätzt haben, könnte es sein dass wir Hilfe brauchen oder etwas übersehen haben. 

Daraus lässt sich dann aber auch gut lernen! Führungskräfte / Firmen können dies als Grundlage für Fragen nehmen: wie kann ich dir helfen? Liegst du im Zeitplan? Gibt es etwas dass dich hindert?

Zeiterfassungen im Team sollten für den Teamleiter ersichtlich sein und ihm eine Übersicht geben wie ausgelastet das Team ist und wie schnell es Fortschritte macht. 

Wenn Mitarbeiter zu wenige/ zu viele Stunden arbeiten, dann muss und darf das ja auch gern angesprochen und verbessert werden, nur sollte ohne die Ergebnisse zu betrachten auch keine persönliche Bewertung enthalten sein.

Vertrauen schaffen mit der passenden Lösung

Unsere Zeiterfassung nimmt z.B. Teamfortschritte auf, lässt aber keine Rückschlüsse auf die einzelnen Personen ziehen - sondern betrachtet das gesamte Team. Das ist ein guter Ansatz um ein anderes Bewusstsein für Zeiterfassungen zu schaffen und gemeinsam an der Produktivität zu arbeiten, statt sich zu vergleichen & zu bewerten!

Fazit

Was wir also von unserem Arbeitgeber erwarten dürfen sollten sind produktive und konstruktive Erkenntnisse aus der Zeiterfassung zu ziehen. Wir dürften eine realistischere Planung erwarten und schneller Hindernisse erkennen. 

Was wir nicht erwarten können ist, dass wirklich jede Firma bzw. Firmenleitung das genau so sieht. Es kann immer sein dass persönliche Bewertungen mit einfließen - aber mit der richtigen Software Lösung kann dem zumindest schon mal eine Grundlage dafür genommen werden.

Wichtig damit jeder das Beste für sich daraus machen kann: sorgt dafür dass ihr Zugriff auf eure erfassten Zeiten habt ODER erfasst eure selbst mit einer App z.B. Dann bekommt ihr ein viel besseres Gefühl für eure Planung, Leistung und Koordination & könnt dann auch bei Gesprächen mit der Führungskraft besser über Situationen sprechen, wenn ihr noch wisst was ihr wann gemacht habt und wieso.

Das schöne: durch die eigene Zeiterfassung verbessert sich die Leistung bzw. Produktivität spürbar. Du wirst merken dass du deine Anzahl an Stunden ziemlich genau einhalten kannst und deine Arbeit gut erledigst. Und das heißt wiederum sich auch weniger Sorgen machen zu müssen selbst wenn die eigene Leistung fälschlicherweise an der Zeit bewertet wird. 

Unter diesen Aspekten wirst du relativ schnell rausfinden inwieweit du deinem Arbeitgeber dabei vertrauen kannst richtig mit den Daten aus der Zeiterfassung umzugehen! 

Tipp: Einsicht und eigenes Interesse an der Zeiterfassung zu zeigen schafft einen Vertrauensvorsprung ggü. deinem Arbeitgeber und kann dazu führen dass auch er transparenter damit umgeht.

Ihr Feedback hilft uns sehr, uns auf die wichtigen Dinge zu fokussieren!

About the Author

Ich bin gern mit Menschen in Kontakt, kommuniziere und diskutiere gerne. Die Eigenschaften 'Hilfsbereitschaft' und ein 'Hang zum Verrückt sein' charakterisieren mich ganz gut. Neben meinem Beruf schließe ich gerade meinen MBA ab. Ehrgeizig und offen für neue Herausforderungen bin ich demnach auch, allerdings nicht immer. Denn auch meine Motivation und Produktivität stellen nicht immer einen exponentiellen Graphen dar. Genau deshalb beschäftige ich mich aber so gern mit diesen Themen und teile Erfahrungen, Wissen und Tipps mit allen die das auch wollen :)


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