Unwort Nr. 3 bremst Produktivität – Podcast

By Nadya Bujnowski | Podcast

Folge 90 - Unwort Nr. 3 bremst Produktivität

Was dich in der Folge erwartet:

Erfahre...

  • ... welches das Unwort Nr. 3 ist und wie du es austauschen kannst
  • ... welches Wort viel produktiver ist
  • ... wieso dich dieses Wort so unproduktiv macht
  • ... welche Auswirkung es auf dein Verhalten und deinen Fokus hat

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Überblick

Du schwächst Dich selbst, wenn Du Dein Gehirn belügst.


Aber mit was belügst Du Dein Gehirn denn noch regelmäßig?


Mit Phrasen wie „müssen“.


Es gibt wirklich nicht besonders viel, was wir tatsächlich müssen.

Zum Beispiel müssen wir keine Schuhe kaufen. Also nicht die, die meine Freundin zuletzt gefunden hat. Also die 20 Paar 😉


Wenn wir etwas müssen, versetzen wir uns in eine Art Überlebensmodus.


Das schränkt uns ein, wirklich fundierte und gute Entscheidungen zu treffen.

In dieser Folge erkläre ich, warum das so ist und welche chemischen Prozesse in unserem Hirn dafür verantwortlich sind, dass wir so blockiert sind.


Genauso wie, wenn uns in Streitsituationen meist nicht die richtigen Worte einfallen...

... sehr wohl aber 5 Minuten später.


Ersetze also „Du musst“ mit „Du möchtest“ oder „Du willst“

Denn Du hast (wie immer) die Wahl!

Und damit entscheidest Du!


Wenn Du z.B. Bei einem kritischen Ziel (das Du erreichen „musst“) alternativ Formulierungen wählst wie:

Mir ist es sehr wichtig dieses kritische Ziel zu erreichen.

Dann wird auch die Diskussionsgrundlage einfacher und offener. Es folgen z.B. Fragen wie diese:

- Was kann uns daran hindern es zu schaffen?

- Was kostet uns viel Zeit und gefährdet das Ziel?

- Welche Art von Unterstützung sollen wir organisieren?

- Was hilft uns dabei das Ziel zu erreichen?


Damit bringst Du Dich und/oder Dein Team nicht mehr im Vorhinein in einen unnötigen Stresszustand, der die Kreativität blockiert.


Das Verbessert all Eure die Entscheidungen, weil sich das Gehirn aus kreativeren und innovativeren Ressourcen bedienen kann.


Und das macht Dich und Euch wiederum produktiver!


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Transkript

Hallo und einen wunderschönen guten Morgen und geht noch einer? Wollen wir noch ein Unwort besprechen? Ich deute das mal als ein ganz ganz deutliches >>ja<<. Ich hoffe ihr habt die letzten Tage schon mit den ersten zwei Unwörtern begonnen sie wirklich umzusetzen, aus dem Gehirn zu streichen.

Ich hoffe dass du auch schon ein bisschen Erfolg derweil hattest und ich freue mich auf jeden Fall auch auf deine Kommentare dazu! Und weil es alles so schön ist und weil ich die Worte so geil finde, du weißt schon in welchem Sinne ich das jetzt meine, auf jeden Fall gehen wir jetzt gleich zum nächsten Wort. Und das Wort heißt "müssen". Dieses Wort "müssen", wenn du dir einredest, dass du etwas tun musst, dann beschränkst du dich auch schon wieder selber!

Weil du irgendwie an deinen Überlebenstrieb so ein bisschen appelierst, also unser Gehirn wir sind ja von früher aus der Evolution sind wir Jäger, Sammler und ja und wir sind die ganze Zeit aufmerksam. Also ich weiß nicht wem es von euch schon mal aufgefallen ist oder wer das wie ich in der Schule gelernt hat: Wenn du auf der Straße gehst und ganz ganz weit auf der anderen Straßenseite entfernt passiert irgendwas schnelles, jemand rennt oder so, dann schaust du sofort hin. Obwohl du überhaupt nicht also obwohl das nur im Blickwinkel passiert ist. Und das ist einfach noch aus der Zeit aus der wir von früher eben aus der wir noch Instinkte fürs Überleben gebraucht haben. Und diese Instinkte für's Überleben die waren eben damals für uns sehr wichtig. 

Das ist jetzt viel weniger der Fall, weil ich weiß nicht wie es bei dir so ist, aber hier zumindest sind nicht so viele wilde Tiere da die mich jetzt aufschlitzen wollen oder essen wollen und die wissen die die hier sind die wissen wahrscheinlich auch noch dass ich nicht gut schmecke. Aber auf jeden Fall deswegen das haben wir ja in ganz vielen Situationen, das einfach unser Gehirn so von unseren Vorfahren irgendwie so oder nicht das Gehirn aber eben die Reflexe und die Instinkte, dass die noch ein bisschen belastet sind nenne ich es jetzt mal, ohne dass ich das negativ meine. Aber es hilft einfach nicht mehr für alle unsere aktuellen Herausforderungen weil die Welt sich ändert. Und das wird sich garantiert dann auch ändern oder wandeln und auf jeden Fall bringen wir unser Gehirn wenn wir über "müssen" sprechen auch in solche ähnlichen Situationen.

Also dass wir also wir müssen uns mal überlegen was das überhaupt wirklich bedeutet, wenn wir was "müssen" also "was musst du denn tun?" Du musst also unbedingt musst du atmen zum Beispiel. Ansonsten stirbst du wahrscheinlich. Und auch Wasser ist schon ziemlich wichtig dass du das zu dir nimmst in regelmäßigen Intervallen ja. Aber du musst nicht diese Schuhe kaufen und du musst nicht irgendwie das und das jetzt haben damit ja weil weil du dir das einredest. Du musst jetzt nicht diese Uhr kaufen oder so und das ist ein wesentlicher Punkt, dass wir das verstehen. Dass du das wenn du das denkst dass du dir dann eingestehst, dass das gar nicht muss, sondern dass du es eben möchtest, dass du es willst. Und wenn du dir das eingesteht dann solltest du auch einfach die Worte so ändern. Wenn du, eben eine Verbesserung herbeiführen willst dann ist es mein Tipp an dich sozusagen. Und ja, weil es einfach so ist, dass wir so gut wie nichts "müssen" und es geht, also "müssen" heisst wirklich es geht um unser Überleben und wenn du in deinem Gehirn aufnimmst dass du jetzt einen Termin erreichen musst, dann wirst du einfach zum Beispiel ja dann wirst du falsche Kompromisse unter Umständen machen, weil du getrieben von deinem Überlebenstrieb bist, der möglicherweise gut ist, aber der ins falsche Ziel steuert, also es ist die falsche Strategie drin.

So wie wir es vor ein paar Tagen mal besprochen haben: du kannst zwar produktiv sein ohne die richtige Strategie zu haben, weil jetzt dein Überleben auf einmal im Vordergrund ist und nicht unbedingt das Ziel so zu schaffen dass es funktioniert. Also das heißt du wirst das Ziel dann zwar erreichen möglicherweise aber in einer naja vielleicht nicht in der Qualität oder in der Ausbaustufe die in der du es gerne hättest. Hauptsache du hast jetzt das Ziel erreicht weil deswegen bist du nicht gestorben oder so. Aber es ist ja ein Irrglaube, also wir würden ja nicht sterben. Wenn du jetzt aber sagst "ich will das gerne erreichen", also "ich möchte das, weil es mir echt wichtig ist, dass ich das erreiche", dann setzt du dein Gehirn quasi nicht ganz so stark unter Druck, also unter diesen Überlebensdruck, und wir haben früher alle gelernt dass wenn dein Gehirn unter Druck ist, dann schüttet es Adrenalin aus.

Also gerade jetzt werden ja wenn jetzt das Tier um die Ecke kommt dann schüttest du Adrenalin aus, aber das Schlimme ist dass dieser Stoff in unserem Körper dazu führt, dass wir nicht gut denken können. Also Adrenalin ist quasi wirklich für uns das Hilfsmittel dass wir unmittelbar sofort abhauen können, dass wir richtig schnell sind, dass wir unglaubliche Energie gewinnen und Dinge aus Verankerungen lösen können, die wir quasi mit unseren normalen Physiologie nie schaffen könnten, weil das quasi unser Doping gerade ist das wir zum Überleben brauchen. Aber richtig fundierte Überlegungen können wir eben mit Adrenalin nicht durchdenken. Und das hast du vielleicht früher auch gemerkt wenn du wenn du dann in der Schule ausgefragt wurdest, du hast überhaupt nicht gelernt, dann kommst du nach vorne zum Lehrer und bist voll Adrenalin und weist noch viel viel weniger oder wenn du in irgendwelchen Konfliktsituationen bist, dann fällt es dir womöglich so wie allen anderen auch manchmal schwer die richtigen Worte zu finden, weil du eben dich selbst unter Druck setzt.

Und aber sobald die Situation vorbei ist, also fünf Minuten später, dann weißt du "Oh ich hätte doch das sagen können" und "ich hätte das und das war alles nicht richtig". Das liegt alles an dem Adrenalin das in deinem Kopf ist. Wahrscheinlich nicht ausschließlich aber auf jeden Fall ist das ein ganz wesentlicher Bestandteil warum du nicht so denken kannst oder warum das Gehirn nicht so stark funktioniert wie es könnte. Und genau mit diesem Adrenalin belastet du eben dein Gehirn regelmäßig wenn du über "müssen" sprichst. Wenn du deinem Gehirn vorgaukelst, dass es jetzt wirklich ums Überleben geht.

Und was sage ich dann dazu? Mach dir klar, dass es nicht ums Überleben geht, sondern um's wollen geht. Und damit findest du dann eben noch viel mehr heraus oder du gibst dir mehr die Chance dass du wirklich kreativ sein kannst. Dass dein Gehirn eben nicht von Stress belastet ist, dass du so kreativ sein kannst, dass du den besseren Weg, die bessere Strategie an dein Ziel auch finden kannst.

Also dieses Geschenk kannst du dir ganz einfach machen indem du wieder diese Sätze oder diese Worte austauscht. So jetzt habe ich diese Woche dir ganz ganz viele geile Worte oder scheiß Worte, Unworte gesagt, mit geilen Anregungen wie du es besser machen kannst. Ich hoffe du kannst es jetzt über's Wochenende mal ein bisschen wirken lassen und probierst es auch gleich in der Praxis aus. Also ich bin wirklich dabei dass ich meinen Wortschatz daran anpasse, weil es wirklich so viel Sinn macht und in diesem Sinne wünsche ich dir ein geiles Wochenende und freue mich wenn wir uns dann nächste Woche wieder hören mit dem vielleicht nächsten Unwort. Bis dann, Ciao!

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About the Author

Ich bin gern mit Menschen in Kontakt, kommuniziere und diskutiere gerne. Die Eigenschaften 'Hilfsbereitschaft' und ein 'Hang zum Verrückt sein' charakterisieren mich ganz gut. Neben meinem Beruf schließe ich gerade meinen MBA ab. Ehrgeizig und offen für neue Herausforderungen bin ich demnach auch, allerdings nicht immer. Denn auch meine Motivation und Produktivität stellen nicht immer einen exponentiellen Graphen dar. Genau deshalb beschäftige ich mich aber so gern mit diesen Themen und teile Erfahrungen, Wissen und Tipps mit allen die das auch wollen :)


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