Andere Meinungen respektieren – Podcast

By Nadya Bujnowski | Podcast-Insights

Folge 33

Was dich in der Folge erwartet:

Erfahre...

  • ...was oft passiert, wenn dein Gesprächspartner andere Meinungen vertritt
  • ...wie du trotz Unterbrechung durch einen Gesprächspartner produktiv kommunizierst
  • ...warum es zu unterschiedlichen Meinungen kommt und was dir der andere damit sagen will
  • ...wie du Personen abweist oder kurz zur Pause zwingst, ohne sie zu kränken und ohne den wichtigen Input der Personen zu verlieren
  • ...worauf du aufpassen sollst, wenn du mit einem Idioten diskutierst (haha)

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Überblick

 Oft ist es schwierig andere Meinungen zu respektieren, wenn sie so enorm absurd oder weit hergeholt scheinen.

Vor allem aber, wenn sie während dem Schaffen eines gemeinsamen Konsens passieren.

Sehr hilfreich ist es, sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und dann offen darüber zu sprechen.

Im 1. Moment wirken Meinungsunterschiede oft total extrem

Wenn man zum Beispiel in den Medien die Gewerkschaftler und Arbeitnehmervertreter aus einzelnen Interviews hört, kann schnell die Vermutung aufkommen, dass sich die beiden besser nicht auf einer dunklen Straße über den Weg laufen.

Wenn man die beiden aber mal jenseits vom Rampenlicht und außerhalb ihrer zu vertretenden Rollen an einen Tisch bekommen würde, und dann schafft durch geeignete Mediation eine konstruktive Stimmung zu schaffen...

... was würde dann passieren?


In den allermeisten Fällen würde sich zeigen, dass hinter den Meinungen und Überzeugungen persönliche Geschichten stecken, die sie antreiben ein Ziel zu verfolgen.

Und damit es noch ein wenig abstruser wird: Es sind dann häufig die gleichen Ziele!

Z.B. würden die zwei sich beide wirklich stark um das Wohl Ihrer Kinder, bzw. der Sicherheit der Arbeitsplätze für ihren Nachwuchs wünschen.

Und ab diesem Zeitpunkt wird es dann wirklich produktiv.

Sobald alle Parteien merken, dass sie am gleichen Strang ziehen, steigt die Kooperationsbereitschaft immens.

Und von diesen Effekten können auch wir jeden Tag profitieren!


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Transkript

Hallo und einen wunderschönen guten Morgen! Kennt ihr diese Situation?:

du bist mit jemandem Gespräch oder kommst langsam ins Gespräch und dann passiert Folgendes: die Person schildert dir eine ganz andere Meinung, als du sie jetzt erwartest. Du willst zum Beispiel gerade ein Gespräch anfangen und möchtest Schritt für Schritt jemanden in irgendein Thema einbringen oder wie soll ich sagen, du willst deinen Gesprächspartner an ein Thema heranführen, um das es eigentlich geht, aber du wirst jetzt nicht gleich sagen >>Zylinderkopfdichtung stinkt<< oder so, sondern du wirst erstmal sagen >>ja also passt auf, ich hab ja da ein Auto, weil nen Zylinderkopf könnte ja auch ein Motorrad haben oder wie auch immer. Also es geht um ein Auto. Da sind jetzt so blöde laute Geräusche gewesen. Ich habe mich vorgedocktort, das hängt jetzt dann irgendwie im Motor, dann bin ich in die Werkstatt gefahren und der hat dann in den Motor reingeguckt und da ist dann die Zylinderkopfdichtung blablabla kaputt, oder irgendwas ist damit, sie stinkt - haha.

Und auf diesem Weg dorthin, also das ist quasi der Kontext den ich für den Zuhörer aufbauen möchte, auf dem Weg dorthin passierte jetzt Folgendes, dass die Person, dir dann eine andere Meinung sagt, also im Sinne von ja also vom Auto, das komische Geräusche gemacht hat, bin ich in die Werkstatt gefahren und dann sagt diese Person >>warum fährst du denn da in die Werkstatt?>> und du denkst dir >>ey erwarte ich will ja was über die Zylinderkopfdichtung erzählen eigentlich<< aber jetzt geht es um die Werkstatt. Warum gehe ich in die Werkstatt? Weil Werkstatt ist doch voll blöd, man kann doch eine Hobbywerkstatt machen oder hast du nicht einen Kumpel, komm oder ich kann mir das anschauen. Das wäre ja dann noch die optimistischste Variante, wenn der Zuhörer sozusagen sich selbst anbietet. Aber das ist ja meistens nicht so, sondern es geht anders. Und ich erkenne mich hier immer wieder, dass ich sehr schnell ungeduldig werde oder probier dann einfach das zu überspringen, dass ich dann sag >>ja schon, aber darum geht es gar nicht<< oder so. Aber damit erteilt ihr demjenigen, der sich ja auch was dabei denkt, erstmal eine Abfuhr. Ich meine manche davon denken sich wahrscheinlich auch so was wie oder nein, nicht dass sie sich das denken, sondern ich habe schon mal über diese negativen Leute gesprochen: viele wollen dich erst einmal runterziehen, Da gibt es auch dieses tolle Sprichwort, dieses >>diskutiere nie mit einem Idioten, weil erst zieht er dich runter auf sein Niveau und dann schlägt er dich mit seiner Erfahrung<< An das musste ich gerade denken dabei. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ihr mit Idioten sprecht, das war jetzt nur so eine Metapher nebenbei.

Und auf jeden Fall ist es ganz wichtig, dass wenn man eine gute Konversation führen will, dass man auch lernt die Meinung des anderen zu akzeptieren und zu respektieren, vor allem. Weil in vielen Fällen ist es halt so, die Leute wollen wir halt irgendwas Gutes tun, außer wir sprechen von den Idioten, aber vielleicht haben die noch was ganz anderes in ihrem Kopf drinnen, was sie dir einfach noch nicht gesagt haben und was du auch noch gar nicht ahnen kannst, weil vielleicht könnt ihr mit dieser Frage >>warum gehst du zur Werkstatt?<< noch was ganz anderes meinen. In dem Beispiel fällt mir jetzt zwar gerade nichts ein, aber es könnte ja sein, dass er diese Frage stellt, weil sich denkt jetzt bringe ich den Philipp mal in die Richtung wo ich was erzähle, weil wenn du nämlich nicht in die Werkstatt gehst, sondern du gehst erst mal zu einem Verkäufer beispielsweise und sprichst mal mit ihm, dann würde er das Auto vielleicht von dir abholen. Also vielleicht geht es einfach darum, es vergeudet viel zu viel Zeit, wenn du selber in die Werkstatt fährst und das anschauen lässt. Vielleicht wenn du einen anderen Weg gehts, holt es jemand ab und macht es dann auch noch kostenlos oder so. Und deswegen ist es ganz wichtig, dass man diese Meinung neben respektieren kann und nicht wie ich dann immer gleich abwerten quasi, die Meinung einfach wegschieben, und sagt >>jetzt hör mir erstmal weiter zu. Es geht mir und was anderes. Das ist natürlich trotzdem so, dass wir dann nicht an das gleiche Ziel kommen, weil ich will ja irgendwas über die Zylinderkopfdichtung erzählen, aber möglicherweise war das trotzdem einfach ein wohlwollender Rat, den man sich vielleicht auch noch mitnehmen kann oder halt auch nicht.

Aber wichtig ist in dieser Situation eben, dass man dann offen darüber sprechen kann. Also, dass man sagt >>ja aber was denkst du wo bringt mich das jetzt hin? Kannst du das vielleicht schnell zur Seite stellen?<< Also jetzt im Vergleich: Ich mache ja >>nee komm das ist egal, wir gehen weiter zum Punkt<<. aber man könnte es auch irgendwie anders formulieren, dass man sagt >> komm, wir stellen das schnell zur Seite. Ich erzähle grad weiter, lass mich kurz und dann kommen wir auf das Werkstattthema zurück, nachdem ich das mit der Zylinderkopfdichtung dann erwähnt habe<< Also was ich halt immer merk im ersten Moment, ist dieser Meinungsunterschied wirklich extrem. Vor allem, weil ich einfach da in meinem Tunnel bin, weil ich sage ich will dich jetzt einfach von deinem Gedankenstrom auf die andere Seite bringen! Und der ist einfach wo ganz anders. Und der ist extrem und deswegen prallt es dann eben auch so stark aufeinander.

Und manchmal, das ist aber auch wenn man jetzt so komplett unterschiedliche Individuen nimmt, also wenn man jetzt zum Beispiel einen Arbeitsrechtler nimmt und einen Gewerkschafter und sie getrennt voneinander interviewt, dann haben die unterschiedliche Meinungen, das alles zu spät ist. Wenn man sie dann auf einmal packt und an einen Tisch setzt und die dann mal zusammen abholt und einem Konsens bildet, dann findet man auf einmal raus die wollen ja eigentlich nur, dass es unseren Kindern besser geht und haben einfach andere Blickwinkel. Also was ganz wichtig ist, dass man die Story im Hintergrund eben auch versteht und das kann euch eben auch ganz viel bei der produktiven Kommunikation weiterhelfen, indem man eben auf die Leute eingeht und die Hintergründe auch erstmal versteht. Vielleicht muss man es auch nicht immer verstehen, weil das kann ja auch sehr unproduktiv sein. Es kommt natürlich auch immer auf die Situation und das an, ganz klar. Aber in vielen Fällen, also vor allem, wenn du jetzt abgewogen hast 'das ist jemand der sehr schlau ist oder was heißt der schlau ist, du weißt schon was ich meine, wenn es halt einfach eine Person ist, die jetzt kein Depp ist, wo ich, ja wo ich einfach weiß, da kommen sinnvolle Sachen raus, weil der einfach logisch denkt. Dann macht es einfach oft Sinn, auch wenn das ein Querulant ist oder so was, aber dann macht es oft Sinn die Hintergründe einfach mal zu hören und vor allem auch zu bewerten. Weil meistens steckt da noch viel, viel mehr drin als wir wirklich im ersten Moment dann meinen.

So sag mir bitte was du davon hältst. Hast du auch schon solche Situationen gehabt? Wenn ja erzähl sie mir gerne und ich hoffe du kannst etwas mitnehmen. Also seid nicht gleich so anti, nur weil es mal eine andere Meinung gibt. Und dann freue ich mich, wenn wir uns in der nächsten Folge wieder hören! Bis dann 😉

Ihr Feedback hilft uns sehr, uns auf die wichtigen Dinge zu fokussieren!

About the Author

Ich bin gern mit Menschen in Kontakt, kommuniziere und diskutiere gerne. Die Eigenschaften 'Hilfsbereitschaft' und ein 'Hang zum Verrückt sein' charakterisieren mich ganz gut. Neben meinem Beruf schließe ich gerade meinen MBA ab. Ehrgeizig und offen für neue Herausforderungen bin ich demnach auch, allerdings nicht immer. Denn auch meine Motivation und Produktivität stellen nicht immer einen exponentiellen Graphen dar. Genau deshalb beschäftige ich mich aber so gern mit diesen Themen und teile Erfahrungen, Wissen und Tipps mit allen die das auch wollen :)

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